Bevorstehender Besuch

In wenigen Tagen ist es wieder so weit. Der Verein Waisenhäuser Thailand und Asien macht sich auf, zu seiner Kerntätigkeit und zwar die Unterstütztung der Waisenkinder vor Ort. Die Reise wird den Mitgliedern einiges Spannendes jedoch auch Unschönes mit sich bringen. Jedoch immer die Mission, den Kindern ein Lachen und Geborgenheit zu bieten, vor Augen. In diesem Einsatz wird vermehrt auf die Nachhaltige Landwirtschaft gesetzt. Es ist ein Bau eines Stalles geplant, den Kauf von Ziegen und mehrere Betten sind nötig ersetzt zu werden. Der Verein konnte zudem mit einem Elephantenpark in Chiang Mai einen gratis Besuch aller Kinder vereinbaren, welcher hoffentlich auch lehrend aufgenommen wird.

Deswegen nochmals ein herzliches Dankeschön für alle Spenden und Zusagen.

 

 

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Ein ehrlicher Brief des Präsidenten zum Schluss:

Nach langem hin und her ist es endlich wieder so weit. Ich darf nach Thailand reisen. Die Vorbereitungen sind getroffen, es ist so weit. Jedoch war es wieder ein steiniger Weg dahin. All die Vorurteile mit Thailand, all die Misswünsche und Missverständnisse der Menschen gehören leider eben so dazu wie die Vorfreude, Glückwünsche und Nettikeiten vor Abreise. Persönlich fühl ich mich jeweils ein wenig angegriffen, wenn Leute denken, Thailand sei nur ein Vergnügungsland. Es gibt leider Ecken und Kanten im Land des Lächelns. Viele Kinder sind Waisen, ander Kinder leben zwar bei Verwandten, müssen dort aber arbeiten und sich den Unterhalt doch selbst verdienen. Meistens sind die Eltern am Drogenkonsum, Strassenverkehr oder durch Korruption umgekommen. Lassen meistens mehrere Kinder zurück, es kommt ein weiteres Problem mit beim Drogenkonsum dies sind die Haftstrafen, welche zwar nicht direkt Waisen produziert, jedoch Kinder welche alleine wohnen und somit ungeachtet irgendwelchem Amtes ohne Essen, Erziehung etc aufwachsen. Beiden Gruppen von Kindern versucht der Verein zu helfen. Durch die Unterstützung eines Waisen- Kinderheimes vor Ort.

Ich persönlich verzichte auf Ferien und verbringe meine „Ferienzeit“ mit Waisenkindern. Ich meide allgmein gerne den Begriff Ferien, den der Einsatz im Waisenhaus verlagt mir jeweils einiges ab. Natürlich mach ich alles gerne und Freiwillig, jedoch muss ich dazu sagen, dass 30 Kinder nicht so einfach zu zähmen und in Schach zu halten sind. Zudem versuche ich jeweils nicht zu fest als Autoritätsperson dort aufzutretten, den nur so können die Kinder in mir einen Bruder sehen und wir können uns viel einfacher Verständigen und lustige und spassige Sachen zusammen unternehmen. Doch jeweils Montag-Samstag muss ich zugleich schauen, dass die Kinder um 5:30 aufstehen, ihre Ämtli erledigen und dann rechtzeitig zur Schule gehen, umgekehrt am Abend muss ich schauen, dass die kleineren Kinder um 21 Uhr und die grösseren um 22 Uhr oder bisschen später 😉 im Bett sind. All dies ermöglicht mir nicht direkt viel Schlaf und ist deshalb nicht als Erholungsferien einzuordnen. Jedoch gibt es mir jeweils Kraft und Mut, wenn ich die Kinder lachen, spielen oder Fortschritte machen sehe. Es sind die Plauderrunden auf Englisch (wobei Englisch nur von mir gesprochen wird 😉 ), das verstecken spielen, den Badeplausch am Fluss oder den Ausflug in die Grossstadt, welche mir zeigen, dass es nicht viel braucht um die Kinder glücklich zu machen, diese Kinder möchten nur eines: Zeit!

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In diesem Sinne wünscht der Verein Waisenhäuser Thailand und Asien eine gesegnete Vorweihnachtszeit.

 

Beste Grüsse

Tobias